Krampf– was nun?

Krämpfe kennen nicht nur Sportler. Der Muskel zieht sich schlagartig und unkontrollierbar zusammen. Es passiert meist während oder nach dem Sport, nachts. Unerwartet und schmerzhaft.

Von einem Muskelkrampf ist überwiegend die Skelettmuskulatur betroffen – zum Beispiel die Muskeln des Fußgewölbes oder die Wadenmuskulatur (wie es häufig beim Sport geschieht).

Im Prinzip können Krämpfe aber an fast jeder Stelle des menschlichen Körpers auftreten. Das liegt daran, dass Muskelkrämpfe nicht nur die quergestreifte Muskulatur sondern auch die glatte Muskulatur betreffen können – also zum Beispiel auch das Muskelgewebe der inneren Organe, der Blutgefäße und Lymphgefäße. Nur der Herzmuskel nimmt hierbei eine Sonderstellung ein: Das Herz kann nicht verkrampfen!

Dabei treten Muskelkrämpfe in verschiedenen Formen in Erscheinung – als tonische und/oder klonische Krämpfe:

– Klonischer Muskelkrämpfe entstehen durch schnell aufeinanderfolgende, rhythmische Zuckungen entgegengesetzt wirkender (antagonistischer) Muskeln mit dazwischenliegenden Erschlaffungen.

– Tonische Muskelkrämpfe hingegen sind starke und lang anhaltende Kontraktionen (Dauerkrämpfe) oder Krämpfe einzelner Muskeln oder Muskelgruppen.

Die verschiedenen Arten von Muskelkrampf reichen von Krämpfen der Skelettmuskulatur (z.B. Wadenkrämpfe) über Magenkrämpfe bis hin zu Nierenkoliken.

Ursachen:

Für Muskelkrämpfe kommen die unterschiedlichsten Ursachen infrage – je nachdem, an welcher Stelle die Krämpfe auftreten und wie sie ausgeprägt sind:

Krämpfe der Skelettmuskulatur (z.B. Muskelkrämpfe im Oberschenkel oder Wadenkrämpfe) haben ihre Ursachen am häufigsten in einer gestörten Elektrolytkonzentration im Körper – in den meisten Fällen steckt ein Mangel an Magnesium oder Kochsalz (Natriumchlorid) hinter dem Krampf.

Solche Mängel können zum Beispiel entstehen, wenn jemand (z.B. beim Sport) stark schwitzt und über den Schweiß viele Elektrolyte verliert, ohne diesen Verlust durch Flüssigkeitsaufnahme auszugleichen. Auch ein Flüssigkeitsmangel im gesamten Körper kann einem Muskelkrampf als Ursache zugrunde liegen. Verstärkend wirkt dabei die Überanstrengung einer Muskelgruppe.

Wenn ein Krampf nicht auf eine Muskelgruppe beschränkt ist, sondern am ganzen Körper Zuckungen auftreten, liegt ein sogenannter generalisierter Krampfanfall vor. Generalisierte Muskelkrämpfe können ihre Ursachen beispielsweise in Fieber, Epilepsie oder einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) haben.

Was hilft dagegen?

Wer häufiger unter Krämpfen leidet, sollte diese regelmäßig dehnen. Die Dehnung sollte immer spürbar aber nicht schmerzhaft sein. Steckt hinter dem Krampf der Skelettmuskulatur eine gestörte Elektrolytkonzentration im Körper – zum Beispiel ein Mangel an Magnesium oder Kochsalz – können möglicherweise auch Magnesiumpräparate gegen die Muskelkrämpfe helfen.

Dehnen bei Museklkrampf

Die gegen Muskelkrämpfe eingesetzte Therapie richtet sich nach den Gründen für die Krämpfe. Da diese sehr vielfältig sind, ist individuell festzulegen, welche Mittel gegen die Krämpfe geeignet sind.

Um weitere Muskelkrämpfe zu verhindern, können Magnesiumpräparate helfen: Magnesium wirkt gegen Krämpfe, wenn diese (wie häufig) auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sind. Außerdem sollte ausreichend gegessen und getrunken werden!

Präventiv hilft eine ausgewogene Ernährung, genug Schlaf und Entspannung und ein abwechslungsreiches Sportprogramm. Für weitere Informationen kannst Du dich gerne an das GYMMY-Team wenden, wir freuen uns auf Dich!